Liebessprache-Test: Deine Sprache der Liebe finden
Der Liebessprache-Test hilft dabei herauszufinden, über welchen Ausdruck von Zuneigung du dich am ehesten geliebt fühlst. Das Konzept stammt vom Familienberater Gary Chapman, der fünf grundlegende Arten beschrieben hat, wie Menschen Zuneigung geben und empfangen. Der folgende Test funktioniert auf Papier — einfach ankreuzen, was zutrifft.
Die fünf Liebessprachen kurz erklärt
- Worte der Bestätigung: Komplimente, Ermutigung, ehrliches Lob.
- Zweisamkeit: ungeteilte Aufmerksamkeit, gemeinsame Zeit ohne Ablenkung.
- Geschenke: kleine Aufmerksamkeiten als sichtbares Zeichen des Gedachtwerdens.
- Hilfsbereitschaft: Aufgaben abnehmen, praktisch unterstützen.
- Körperliche Nähe: Berührung, Umarmung, Nähe im Alltag.
Ausführlicher erklärt sind die fünf Sprachen im Artikel Liebessprache. Hier geht es direkt in den Test.
Kurz zur Herkunft
Das Konzept der Liebessprachen stammt vom Familienberater Gary Chapman, der es aus seiner Arbeit mit Paaren entwickelte. Es ist kein Modell aus der akademischen Persönlichkeitsforschung, sondern ein praktisches Konzept aus der Paarberatung, entstanden aus wiederkehrenden Mustern, die Chapman in Gesprächen mit Paaren beobachtete. Das macht es nicht weniger nützlich als Gesprächsanlass, aber es ist etwas anderes als ein wissenschaftlich geprüftes Testverfahren.
Der Test: zwölf Aussagen
Notiere dir zu jeder Aussage, ob sie für dich eher zutrifft oder eher nicht.
- Ein ehrliches Kompliment kann meinen Tag deutlich besser machen.
- Ich höre gern konkret, was jemand an mir schätzt, statt es nur zu spüren.
- Ungeteilte Zeit zu zweit, ohne Handy oder Ablenkung, ist mir sehr wichtig.
- Ich vermisse es am meisten, wenn gemeinsame Zeit im Alltag fehlt.
- Ein durchdachtes kleines Geschenk bedeutet mir mehr als ein teures ohne Bezug zu mir.
- Ich merke mir, wenn jemand an einen Anlass gedacht und etwas mitgebracht hat.
- Wenn mir jemand eine lästige Aufgabe abnimmt, fühle ich mich dadurch besonders umsorgt.
- Praktische Unterstützung im Alltag berührt mich mehr als große Worte.
- Eine Umarmung oder Berührung sagt mir oft mehr als ein Satz.
- Körperliche Nähe im Alltag — Hand halten, kurze Umarmung — ist mir wichtig, auch ohne besonderen Anlass.
- Ich zähle eher Taten als Worte, wenn ich einschätze, ob jemand an mich denkt.
- Zeit, die wirklich nur uns gehört, wiegt für mich schwerer als Geschenke oder Worte.
| Aussagen, die am meisten zutreffen | Liebessprache |
| 1 und 2 | Worte der Bestätigung |
| 3, 4 und 12 | Zweisamkeit |
| 5 und 6 | Geschenke |
| 7, 8 und 11 | Hilfsbereitschaft |
| 9 und 10 | Körperliche Nähe |
Wie du das Ergebnis nutzt
Das Ergebnis bringt am meisten, wenn es ausgesprochen wird, statt nur für dich zu bleiben. Sag konkret, was dir in der Sprache, die am meisten zutrifft, guttun würde — nicht allgemein „mehr Aufmerksamkeit", sondern zum Beispiel „mir hilft es, wenn wir einmal in der Woche bewusst Zeit ohne Handy verbringen". Genauso hilfreich ist es, das Gegenüber nach seiner Sprache zu fragen und dessen Antwort ernst zu nehmen, auch wenn sie sich von der eigenen unterscheidet. Wer merkt, dass die eigene Sprache und die des Partners weit auseinanderliegen, muss das nicht als Warnsignal verstehen — es bedeutet nur, dass Zuneigung öfter übersetzt werden muss, damit sie beim anderen ankommt.
Warum eine Mischung aus mehreren Sprachen normal ist
Die wenigsten Menschen lassen sich exakt einer einzigen Sprache zuordnen. Häufiger ist eine Hauptsprache, die deutlich vorn liegt, und eine zweite, die ebenfalls eine Rolle spielt, während die übrigen drei kaum ins Gewicht fallen. Das Ergebnis oben zeigt deshalb eine Tendenz, keine feste Kategorie, in die du dich für immer einsortierst. Wenn zwei Sprachen bei dir etwa gleich häufig zutreffen, lohnt es sich, beide im Gespräch zu erwähnen, statt dich auf eine festzulegen, nur weil eine Aussage mehr zutraf als eine andere. Wichtiger als die exakte Einordnung ist ohnehin, dass überhaupt darüber gesprochen wird, was für dich Zuneigung fühlbar macht — der Rest ergibt sich meist im gemeinsamen Alltag.
Was der Test nicht kann
Zwölf Aussagen zeigen eine Tendenz, kein feststehendes Ergebnis. Viele Menschen erkennen sich in mehreren Sprachen wieder, und das kann sich je nach Lebensphase oder Beziehung verschieben. Der Test sagt außerdem nichts darüber aus, ob du und dein Gegenüber gut zueinander passt — nur, worüber ihr vielleicht reden solltet. Ob eine Beziehung hält, hängt von sehr viel mehr ab als von der bevorzugten Liebessprache.
Wenn zwei unterschiedliche Sprachen aufeinandertreffen
Die häufigste Reibung entsteht nicht, weil sich zwei Menschen nicht mögen, sondern weil beide in ihrer eigenen Sprache lieben und die des anderen nicht wiedererkennen. Wer selbst vor allem durch Hilfsbereitschaft liebt, übersieht leicht, dass dem Gegenüber Worte der Bestätigung fehlen — schließlich wird doch längst „gehandelt statt geredet". Das Gespräch darüber löst das nicht auf einen Schlag, macht das Muster aber sichtbar. Von da an lässt sich bewusst gegensteuern, auch wenn es sich anfangs ungewohnt anfühlt, in einer Sprache zu geben, die nicht die eigene ist.
Mehr über deine Persönlichkeit
Die Liebessprache beschreibt, wie du Zuneigung erlebst — für ein breiteres Bild deiner Persönlichkeit gilt das Big-Five-Modell in der Forschung als das am besten belegte Modell zur Beschreibung von Eigenschaften. Auf liebesleben.net führt dazu der Persönlichkeitstest. Wenn ihr als Paar herausfinden wollt, wo ihr sonst noch übereinstimmt, hilft der Selbstcheck für Paare als Gesprächsanlass.